Steinboden reinigen: 5 Schritte für Naturstein & Fliesen

Wie Sie einen Steinboden reinigen, hängt zuerst davon ab, aus welchem Material der Boden besteht und wie seine Oberfläche behandelt wurde.

Marmor, Travertin, Kalkstein, Granit, Schiefer und keramische Fliesen reagieren nicht automatisch gleich auf Wasser, Reinigungsmittel und Hausmittel.

Besonders bei Naturstein gilt deshalb: erst Material und Oberfläche bestimmen, dann reinigen.

Naturalfarben.at verkauft Produkte des österreichischen Herstellers Natural und liefert nach Österreich und Deutschland. Für geeignete Steinoberflächen stehen unter anderem Natural Steinreiniger und Natural Steinöl zur Reinigung und Pflege zur Verfügung.

Steinboden sollte mit einem milden Reiniger und nebelfeuchtem Wischen gereinigt werden.

Natur Steinboden reinigen mit schonendem Steinreiniger

Steinboden reinigen – Das Wichtigste auf einen Blick

  • Steinart bestimmen: Naturstein, Feinsteinzeug und keramische Fliesen benötigen nicht automatisch dieselbe Reinigung.
  • Zuerst trocken reinigen: Sand, Staub und lose Partikel vor dem Wischen entfernen.
  • Säureempfindliche Steine beachten: Essig und Zitronensäure können kalkhaltigen Naturstein wie Marmor oder Kalkstein angreifen.
  • Reiniger nach Material und Oberfläche wählen: Entscheidend ist die ausdrückliche Produktfreigabe, nicht allein ein Werbebegriff wie „mild“ oder „natürlich“.
  • Stark saugende Oberflächen nicht unnötig durchnässen: Stehende Flüssigkeit möglichst vermeiden.
  • Flecken nach Ursache behandeln: Öl, Kalk, Rost und normale Verschmutzung erfordern nicht automatisch dieselbe Methode.
  • Pflege ist nicht Reinigung: Steinöl oder andere Pflegeprodukte kommen nur für dafür geeignete Oberflächen infrage.
  • Bei unbekanntem Stein oder vorhandener Beschichtung: Produkt zunächst an unauffälliger Stelle testen bzw. beraten lassen.

Warum Naturstein beim Reinigen besondere Pflege braucht

Naturstein ist ein offenporiges Naturmaterial. Dadurch kann Feuchtigkeit und Schmutz in die Oberfläche eindringen.

Typische Natursteinböden bestehen aus Granit, Marmor, Travertin, Kalkstein oder Schiefer.

Viele dieser Steine reagieren empfindlich auf aggressive Reinigungsmittel.

Falsche Reiniger können matte Stellen verursachen, Flecken bilden oder die Oberfläche austrocknen. Deshalb ist eine schonende, passende Reinigung besonders wichtig.

Was ist Natursteinpflege?

Naturstein besteht aus natürlichen Mineralien und ist besonders langlebig. Mehr Informationen über Naturstein finden Sie beispielsweise bei https://de.wikipedia.org/wiki/Naturstein

Natursteinpflege umfasst alle Maßnahmen, die den Stein reinigen, schützen und langfristig erhalten.

Dazu gehören:

  • regelmäßige Reinigung durch schonende Reinigungsmittel
  • sowie Schutz durch Öl oder Imprägnierung

Hochwertige Natursteinpflegeprodukte enthalten meist milde Inhaltsstoffe und greifen die Steinoberfläche nicht an.

Natürliche Steinreiniger werden bereits seit Jahrzehnten in der professionellen Steinpflege eingesetzt, weil sie Schmutz lösen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

Naturstein besitzt eine offenporige Struktur und benötigt deshalb schonende Reinigung.

Offenporige Struktur von Natursteinboden

Steinboden reinigen – Schritt für Schritt

Naturstein sollte nur nebelfeucht gewischt werden, um Flecken zu vermeiden.

Natursteinboden nebelfeucht wischen mit Mikrofasermopp

Schritt 1 – Steinart bestimmen und Grobschmutz entfernen

Bevor Wasser oder Reiniger auf den Boden kommt:

  • Stein bzw. Bodenmaterial bestimmen,
  • vorhandene Behandlung prüfen,
  • Sand, Staub und Krümel kehren oder absaugen.

Lose mineralische Partikel können beim Wischen über empfindliche oder polierte Oberflächen gezogen werden und dadurch die Oberfläche mechanisch belasten. Sand und Staub wirken auf Steinoberflächen wie Schleifpapier.

Schritt 2 – Einen passenden Steinreiniger auswählen

Ein geeigneter Reiniger ist entscheidend für das Steinboden reinigen bzw. die Pflege von Naturstein. Verwenden Sie einen Reiniger nur dann, wenn er für die vorhandene Stein- bzw. Bodenoberfläche vorgesehen ist.

Der Natural Steinreiniger wird in der Produktinformation für die laufende Reinigung und Pflege von geölten, gewachsten sowie polierten Steinen und Fliesen beschrieben. Als Dosierung werden für die normale Reinigung 50 ml auf 5 Liter Wasser, bei stärkerer Verschmutzung 100 ml auf 5 Liter Wasser angegeben.

Ein pH-neutraler Steinreiniger entfernt Schmutz schonend.

pH neutraler Steinreiniger für Natursteinboden

Schritt 3 – Boden nach Produktanleitung wischen

Verwenden Sie ein sauberes, weiches Wischsystem.

Bei saugfähigen oder empfindlichen Steinoberflächen sollte nicht unnötig viel Flüssigkeit auf der Fläche stehen bleiben.

Beim Natural Steinreiniger sieht die Produktinformation bei stärkerer Verschmutzung unter anderem ein 2-Eimer-System vor: ein Eimer mit Reinigungslösung und ein zweiter zum Auswaschen des Mopps bzw. Tuchs.

Schritt 4 – Flecken gezielt behandeln

Nicht jeder Fleck ist normaler Schmutz. Vor einer stärkeren Behandlung sollte geklärt werden:

  • Handelt es sich um Öl oder Fett?
  • um kalkhaltige Ablagerungen?
  • Rost?
  • organische Flecken?
  • Rückstände eines Reinigungsmittels?

Gerade bei säureempfindlichem Naturstein kann ein vermeintlicher „Kalkfleck“ nicht einfach mit Essig oder Zitronensäure behandelt werden.

Schritt 5 – Trocknen lassen und Ergebnis beurteilen

Nach der Reinigung sollte keine Reinigungsflüssigkeit unnötig auf der Oberfläche stehen bleiben.

Erst nach dem Trocknen lässt sich beurteilen:

  • Ist der Boden sauber?
  • bleiben Schlieren?
  • handelt es sich tatsächlich um Schmutz?
  • ist eine Pflege oder Schutzbehandlung sinnvoll?
  • oder ist die Oberfläche mechanisch bzw. chemisch beschädigt?

Welche Hausmittel eignen sich für Naturstein?

Hausmittel sind bei Naturstein nur dann sinnvoll, wenn ihre Verträglichkeit mit der konkreten Steinart bekannt ist.

Viele DIY-Tipps empfehlen Hausmittel. Für Naturstein sind diese Mittel jedoch oft problematisch.

  • Essig / Essigessenz für Marmor, Kalkstein, Travertin u. ä. nicht verwenden
  • Zitronensäure für kalkhaltige Natursteine nicht verwenden – kann matte Stellen verursachen
  • Soda ist stark alkalisch und kann die Oberfläche austrocknen und Rückstände hinterlassen.
  • Klares Wasser kann für leichte Verschmutzung je nach Oberfläche für leichte Unterhaltsreinigung geeignet

Ein spezialisierter Steinreiniger ist daher meist die bessere Wahl.

Öl- und Fettflecken sollten möglichst früh entfernt werden.

Ölflecken auf Natursteinboden entfernen

Flecken aus Steinboden entfernen

Bevor Sie einen Fleck stärker behandeln, sollte die Ursache bestimmt werden.

Öl- und Fettflecken

Frische Öl- oder Fettverschmutzungen möglichst früh aufnehmen und danach mit einer für die jeweilige Steinoberfläche geeigneten Reinigung behandeln.

Kalk- oder Mineralablagerungen

Bei kalkhaltigem Naturstein dürfen Kalkablagerungen nicht einfach mit sauren Haushaltsmitteln behandelt werden. Säure kann die Steinoberfläche selbst beschädigen.

Rost- oder andere hartnäckige Flecken

Für spezielle Fleckenarten sind gegebenenfalls dafür vorgesehene Steinreiniger erforderlich.

Vorher:

  • Steinart bestimmen,
  • Produktverträglichkeit prüfen,
  • unauffällige Probefläche anlegen.

Naturstein langfristig schützen

Neben der Reinigung ist auch der Schutz des Steins wichtig. Nach dem Steinboden reinigen sorgt eine geeignete Pflege dafür, dass die Oberfläche geschützt bleibt und Schmutz schlechter eindringen kann. Hier kommt Steinöl ins Spiel.

Ein hochwertiges Steinöl für Naturstein dringt tief in die Poren des Steins ein.

Dadurch:

  • wird die Oberfläche widerstandsfähiger
  • Schmutz haftet weniger stark
  • die natürliche Struktur wird betont

Steinöl wird häufig in der professionellen Steinpflege eingesetzt, um Naturstein dauerhaft zu schützen.

Steinöl dringt tief in die Poren ein und schützt Naturstein langfristig.

Natursteinboden mit Steinöl schützen und pflegen

Häufige Fehler beim Steinboden reinigen

Den Stein nicht bestimmen

„Naturstein“ ist keine einzelne Oberfläche. Ein für Granit geeigneter Reinigungstipp muss nicht automatisch für Marmor gelten.

Essig oder Zitronensäure auf kalkhaltigem Naturstein verwenden

Diese Säuren können die Oberfläche angreifen.

Reiniger stärker dosieren als vorgesehen

Mehr Reinigungsmittel bedeutet nicht automatisch mehr Reinigung. Die Herstellerdosierung ist maßgeblich.

Verschmutzung und Oberflächenschaden verwechseln

Matte Stellen können von Schmutz stammen – aber auch von Säureätzung oder Verschleiß.

Pflegeöl automatisch nach jeder Reinigung verwenden

Nicht jeder Stein benötigt ein Öl. Produkt und Untergrund müssen zusammenpassen.

Ohne Probefläche arbeiten

Besonders bei farbvertiefenden Pflegeprodukten kann sich die Optik sichtbar verändern.

Steinboden reinigen, pflegen oder schützen?

Natural Steinreiniger

Für die laufende Reinigung und Pflege geeigneter geölter, gewachster und polierter Steinoberflächen sowie Fliesen.


Natural Steinöl

Für geeignete saugfähige bzw. offenporige Stein-, Beton- und Estrichoberflächen. Das Öl kann die Farbe sichtbar intensivieren; deshalb ist eine Probefläche wichtig.


Alle Produkte für Stein & Beton

Sie möchten Reinigung und Pflege zuerst vergleichen?

Häufige Fragen zum Steinboden reinigen

Bestimmen Sie zuerst Material und vorhandene Behandlung, entfernen Sie losen Schmutz und verwenden Sie anschließend nur einen für die konkrete Oberfläche geeigneten Reiniger nach Herstellerangabe.

Im Innenbereich zuerst trocken kehren oder saugen und danach je nach Stein und Behandlung mit einem geeigneten Reinigungssystem arbeiten. Starke Überdosierung und unnötig stehende Flüssigkeit vermeiden.

Auf kalkhaltigem Naturstein wie Marmor und Kalkstein nicht. Essigsäure kann die Oberfläche chemisch angreifen.

Auf kalkhaltigen Natursteinen ebenfalls nicht. Zitronensäure kann diese Materialien angreifen.

Nicht pauschal, Geschirrspülmittel ist für Naturstein meist nicht ideal. Es kann Rückstände hinterlassen und die Oberfläche langfristig austrocknen. Verwenden Sie Spülmittel nur dann, wenn es für die konkrete Oberfläche ausdrücklich geeignet ist. Ein für die Steinoberfläche vorgesehener Reiniger ist die sicherere Standardempfehlung.

Zuerst Ursache bestimmen. Schmutz oder Reinigungsfilm kann durch eine geeignete Reinigung entfernt werden. Chemisch angeätzte oder mechanisch abgenutzte Politur benötigt dagegen gegebenenfalls eine professionelle Aufarbeitung. Ein für die Fläche geeignetes Steinöl kann Farbe und Struktur intensivieren, ersetzt aber keine Politur.

So oft es die Nutzung und Verschmutzung erfordern. Eingänge und Küchen benötigen häufigere Reinigung als wenig beanspruchte Räume. Ein starres Intervall gilt nicht für jeden Boden.

Nur wenn Steinart, Saugfähigkeit, vorhandene Behandlung und gewünschte Optik zum Produkt passen. Das Natural Steinöl kann den Farbton vertiefen; deshalb vorher testen.

Vergleich: verschmutzter und gereinigter Natursteinboden mit Natural Steinreiniger – vorher und nachherVergleich: verschmutzter und gereinigter Natursteinboden mit Natural Steinreiniger – vorher und nachher
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Harald Pölderl – Holzschutz-Experte
Anita Pölderl – Holzschutz-Expertin