Herkunft und Geschichte
Bereits im alten Indien, später auch im europäischen Möbelbau des 18. und 19. Jahrhunderts verwendet. Er war fester Bestandteil traditioneller Polierverfahren (z. B. „Französische Politur“).
Nachhaltigkeit & Umweltverträglichkeit von Schellack
Wer sich mit natürlichen Holzversiegelungen beschäftigt, stößt früher oder später auf diesen Rohstoff – nicht nur wegen seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, sondern auch aufgrund seiner ökologischen Vorteile. Im Gegensatz zu vielen synthetischen Lacken basiert Schellack auf einem nachwachsenden Rohstoff, ist biologisch abbaubar und enthält keine flüchtigen Lösungsmittel (VOCs). Das macht ihn besonders interessant für Menschen, die auf ein gesundes Wohnklima achten oder im Bereich der ökologischen Renovierung tätig sind.
Schellack wird traditionell in Ländern wie Indien und Thailand geerntet, wo die Lackschildlaus auf speziellen Bäumen kultiviert wird. Die Ernte erfolgt meist schonend, ohne die Tiere zu schädigen. In Kombination mit Alkohol bildet sich daraus ein vielseitig einsetzbares Finish für Holz, Papier, Kork oder sogar Leder.
Auch aus Sicht der Kreislaufwirtschaft ist der Rohstoff ein Vorbild: Er lässt sich rückstandslos entfernen, überarbeiten oder neu auftragen – ganz ohne aggressive Chemikalien. Gerade bei historischen Möbeln, sensiblen Oberflächen oder Altbausanierungen schätzen Fachleute die reversible Eigenschaft des Materials.